Ihre Publikation „Symbolsprache des Menschen im Tierkreis“ vermittelt nicht nur tiefes astrologisches Wissen in kompakter Form, sondern zeigt auch einen Rahmen, der jeden anspricht, der sich der Kunst nicht gänzlich verschließt. Die ausdrucksstarken  Darstellungen der zwölf Tierkreiszeichen verbinden auf besondere Weise die alte Bildersprache mit den abstrakten Symbolen, die Menschen geschaffen haben, um die Botschaft eines Zeichens in einer auf das Minimum reduzierte Form zu vermitteln. Neben den Tierkreiszeichen überträgt Frau Blessing-Peest weitere kosmische und archetypische Symbole in eine moderne, kunstlerische Form und macht sie damit den heutigen Menschen erfahrbar. Mit dieser Publikation greift die Künstlerin aber auch eine alte Tradition ihrer Zunft auf. Jahrtausende haben sich die kreativsten Köpfe von den kosmischen Zeichen inspirieren lassen und kosmischen Zusammenhängen Ausdruck verleihen. Die Bandbreite reicht von den unbekannten Meistern der Antike und des Hochmittealters über die selbstbewussten Künstler der Renaissance bis zu den modernen experimentellen Männer und Frauen. Leonardo da Vinci, Dürer, Tizian, Rubens, Hilma af Klimt, Dalí und viele andere, die zu den Größten ihres Fachs gehören, haben teils offen und teils  versteckt der Astrologie in ihren Werken Raum gegeben. Manche gehörten darüber hinaus Logen oder Vereinigungen an, in denen diese und andere Weisheitslehren unmittelbar praktiziert wurden. Möge diese kleine Publikation dazu beitragen, sich wieder an

die alte Tradition zu erinnern und ihr den Platz zu geben, den sie lange eingenommen hat – gerade heute, da die Welt der Rationalität und Wissenschaft immer mehr an ihre Grenzen stößt.

 

Klemens Ludwig 1. Vorsitzender des Deutschen Astrologen Verbandes und Autor des Buches „Astrologie in der Kunst. 4000 Jahre kosmische Harmonie und Ästhetik“, Tübingen 2013 Neue Ausdrucksformen für eine alte Tradition Vorwort zu „Symbolsprache des Menschen im Tierkreis“