Die jeweilige Position der Venus (in „Zeichen und Haus“) lässt erkennen, welche Beziehungen wir anstreben, wie und worauf unser Verhältnis und unsere Sichtweisen, auch im Hinblick auf Besitz und persönliche Werte gleichermaßen des Selbstwerts, ausgerichtet bzw. geprägt ist. (Natürlich spielen dabei in der Deutung und Interpretation auch die jeweiligen Aspekte zu den übrigen Planeten eine Rolle.)

 

Da Venus sowohl im  Tierkreiszeichen des Stiers (2. Haus) als auch in der Waage (7.Haus) eine bedeutende Stellung bezieht (im Domizil d.h.„zu Hause“ ist) präsentiert sie sich hier nochmals differenziert: Im Stier, der2.Haus -Venus  werden dabei die Werte wie Kunst, Genuss, der Freude an der Natur auch die Geselligkeit und Gemütlichkeit zugeordnet;

Die  Waage und 7. Haus-Venus erlebt ihre Ganzheit in der Reflexion, der Begegnung mit dem Gegenüber; was sie schätzt, schön findet oder auch wie sie etwas zu gewinnen sucht. Hier lassen sich Assoziationen wie die der „idealen Beziehung“ oder auch die der „harmonischen, unverbindlichen und gleichberechtigten Liebe“ nennen.

 

Glasscock (brit. Astrologe und Philosoph) verglich Venus mit dem „Klebstoff des Lebens“, also auch des Universums.

Diese eindrückliche Vorstellung floss bei der Entstehung der vorliegenden Arbeiten mit ein und ließ die Abfolge der Venus durch den Tierkreis bzw. durch  die Häuser, in Anlehnung an die durch Hajo Banzhaf und Anna Haebler zugeteilten Stichworte in zwölf Collagen entstehen.

Baustile und Kunstepochen sollen dabei die Vorstellung der unterschiedlichen venusischen Eigenschaften in einer Darstellung ergänzend und unterstützend beschreiben. Jede der Arbeiten ist auf 36 x 48 cm großem und 300g schwerem Aquarellpapier angeordnet; die Umsetzungen zeigen dabei auch gemalte Partien, die meist die Figur oder das Gesicht der Venus betreffen.

Der Zyklus „die 12 Venusen“ entstand im Frühjahr 2017.  Einige ergänzenden Stichworte zu den jeweiligen Collagen, deren Intention es war, Venus in ihrer astrologischen Bedeutung künstlerisch zu interpretieren.

Unverbindliche Anhaltspunkte, die helfen sollen ein Gespür für die vielen Facetten der jeweiligen Wirkkräfte entstehen zu lassen, ohne dabei den Anspruch auf ausschließliche Vollständigkeit zu erheben.